Unser Kinoprogramm

Ein neuer Freund für Tommy Tom

MitmachKino / Kinderfilm

Regie: Joost Van Den Bosch, Erik Verkerk
Land: Niederlande
Länge: 60 Min
FSK: ab 0 Jahren, empfohlen ab 4 Jahren

Der neugierige Kater Tommy Tom erlebt mit seinen Freunden ein winterliches Abenteuer. Die Freunde sehen in diesem Winter zum allerersten Mal in ihrem Leben Schnee. 
Auch in unmittelbarer Nachbarschaft der Katzen tun sich ungewöhnliche Dinge. Denn dort lebt nun der Hund Blaf. Der ist nicht nur ziemlich groß, sondern auch ziemlich laut. Und wenn die beiden Katzen eine Sache nicht mögen, dann ist es das ständige Gebelle, sie sind aber auch neugierig. Dabei lernen sie, dass Unbekanntes auch freundlich und bereichernd sein kann. 
Die ruhige und verständliche Erzählweise dieses liebevoll ausgeführten Animationsfilms eignet sich perfekt für den ersten Kinobesuch, eine klare Bildführung und kurze Mitmach-Momente erleichtern den Zugang. Klatschen, singen und hüpfen sind erlaubt.
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Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Geschichtskomödie / Reihe: Zeitreisen
ab 15.01.2026 in der Klappe

Regie: Wolfgang Becker
Land: Deutschland 2025
Länge: 113 Min.
FSK: 6 Jahre
Darsteller*innen: Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ulrich, Leonie Benesch, Daniel Brühl, Jürgen Vogel

Mit "Good Bye, Lenin!" sorgte Regisseur Wolfgang Becker vor 22 Jahren für Furore. Nun kam sein letzter Film ins Kino, denn Beckers starb kurz nach Ende der Dreharbeiten im Dezember 2024. Charly Hübner spielt darin den Besitzer einer hoffnungslos überschuldeten Videothek, der fälschlicherweise zum Helden erklärt wird – und sich trotz anfänglich heftigem Widerstreben gegen diese ihm zugedachte Rolle immer mehr in die Geschichte verstrickt.
Aufgrund einer verstellten Weiche fuhr eine S-Bahn, besetzt mit 127 Menschen an einem Sommermorgen im Jahr 1984 vom Ost-Berliner Bahnhof Friedrichstraße geradewegs in den Westen. Alexander Landmann wittert bei diesem zufälligen Recherchefund eine großartige Story, die ihn in die erste Garde der Enthüllungsjournalisten katapultieren könnte. Pünktlich zum 30. Jahrestag des Mauerfalls behauptet er, dass Micha Hartung vor mehr als drei Jahrzehnten als Angestellter der damaligen Reichsbahn die größte Massenflucht aus der DDR mit organisiert habe. Angeblich gibt es einschlägige Beweise in den archivierten Stasi-Akten und sogar einen dokumentierten Gefängnisaufenthalt, gefolgt von einer Zwangsversetzung in den Braunkohle-Tagebau. Von einer verlockenden Gage verführt, bestätigt Micha die Geschichte, obwohl nur wenige Bruchstücke davon der Wahrheit entsprechen. In rasender Geschwindigkeit mutiert er vom mittelschwer verwahrlosten Verlierer zum Erfolgsmenschen. Sein Name steht auf allen Titelseiten und er kann sich vor Einladungen zu Interviews und Talkshows kaum retten. Doch irgendwann regt sich in ihm das schlechte Gewissen - und dann lernt er auch noch Paula kennen, die damals auch in der S-Bahn saß... Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Maxim Leo.
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Und dann passiert das Leben

 
Tragikomödie

Regie: Neele Leana Vollmar
Land: Deutschland 2025
Länge: 120 Min. / Überlänge 9,50 €
FSK: 6 Jahre
Darsteller*innen: Anke Engelke, Ulrich Tukur

Hans, ein Schuldirektor, der kurz vor der Pensionierung steht, und seine Frau Rita, eine ambulante Pflegekraft in Teilzeit, gehen im Alltag eher getrennte Wege. Der gemeinsame Sohn ist längst aus dem Haus, und das häusliche Miteinander folgt einer eingespielten Routine. Doch wie aus dem Nichts reißen plötzlich alte Wunden auf. Auf einmal fällt den beiden auf, wie wenig sie über das Leben ihres Sohnes wissen. Auf ein-mal ist nicht mehr klar, ob sie zwei Einzelne oder ein Paar sind. Doch dann passiert das Leben… Bei starkem Regen auf nächtlicher Straße kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Die beiden distanzieren sich noch mehr voneinander. Hans denkt sich, es muss irgendwie weitergehen. Er will funktionieren. Rita ist ganz anders. Sie weiß nicht mehr weiter, die Schuldgefühle bringen sie fast um. Doch letztendlich wird die Katastrophe zum Befreiungsschlag. Die Momente des Mitgefühls, der Trauer und Scham schaffen nach und nach eine neue Verbundenheit. Regisseurin Neele Leana Vollmar inszeniert ihr schweres Thema mit erstaunlich leichter Hand. So kommt, was zum schwermütigen Melodram hätte werden können mit poetischem Charme, viel Gefühl und reichlich Humor daher. Mit Anke Engelke und Ulrich Tukur ist das Paar am Rande des Nervenzusammenbruchs perfekt besetzt. Ein schmerzhaft intensiver und entlarvender Film, der bis zum Ende Überraschungen bereithält.
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    Ai Weiweis‘ Turandot

    Operndokumentation / Reihe: Zeitreisen

    Regie: Maxim Derevianko 
    Land: Italien, USA 2025 
    Länge: 77 Min. 
    FSK: 0 Jahre 
    Protagonisten: Ai Weiwei 

    Mit Anfang 20 war Ai Weiwei Statist in einer Inszenierung des Turandots. 35 Jahre später darf er auf Einladung des Theatro dell`Opera di Roma das Stück selber inszenieren. Die Oper von Puccini wird unter seiner Regie zu einem Spiegel seines eigenen künstlerischen Schaffens, seiner Herkunft und Geschichte.
    Zwischen Probenaufführungen, Gesprächsrunden mit Dirigenten, Sängerinnen und Designern, sowie Arbeitsaufenthalten in Ateliers entfaltet sich Ai Weiweis Dialog mit Turandot als Allegorie für Gier, Totenkult und kollektive Traumen der Gegenwart. Der Künstler stellt Fragen nach Macht, Überwachung und Widerstand, ohne die emotionale Wucht der Oper zu kompromittieren. Gleichzeitig eröffnet der Film Einblicke in Ai Weiweis eigene Werke, in denen er Public Art, soziale Gerechtigkeit und kreative Provokation in eine globale Diskussion über Verantwortung transformiert. Visuell besticht der Film durch eine Mischung aus Probenbildern, Intimität hinter der Kulisse und spektakulären Bühnenaufnahmen, die die Grenze zwischen Theater und Leben verwischen. Die Kamera begleitet Ai Weiwei mit ruhiger Präzision, nutzt Nahaufnahmen, um Motivationen sichtbar zu machen, und setzt dennoch auf metaphorische Bilder, die die Schwere des Themenkanons verstärken. So entsteht eine vielschichtige Erzählung über Kunst als Ort des Widerstands und der Versöhnung zugleich.
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    Ein Leben ohne Liebe ist möglich, aber sinnlos

    Komödie / Reihe: Die Suche nach dem Glück

    Regie: Cesc Gay
    Land: Spanien 2025
    Länge: 100 Min.
    FSK: ohne Angabe
    Darsteller*innen: Nora Navas, Juan Diego Botto, Rodrigo de la Serna

    Eva ist eine starke Frau, die weiß, was sie will, aber ihr Herz macht nach 25 Jahren Ehe nur noch Dienst nach Vorschrift. Das normale Leben hat ihr etwas genommen, das für sie existentiell ist: das Spiel der Liebe. Bei einer Geschäftsreise nach Rom begegnet sie dem Schriftsteller Alex, in den sie sich spontan verliebt, obwohl er vergeben ist. 
    Zurück in Barcelona gibt Eva ihr geordnetes Leben auf, steigt in die Welt der Dating-Algorithmen ein und versucht, sich im Dschungel der post-romantischen Kontakt-Möglichkeiten zurechtzufinden – nicht immer mit Erfolg. Zwischen poetischen Versprechungen, peinlichen Begegnungen und charmanten Katastrophen stolpert sie durch die moderne Liebeswelt – a uf der Suche nach einem Gefühl, das sie längst verloren glaubte. Und gibt es nicht mittlerweile auch einfach eine Medizin für die große Liebe? Dann taucht plötzlich Alex wieder auf der Bildfläche auf… Die charismatische Hauptdarstellerin Nora Navas macht ihre Sache wirklich gut. Sie changiert gekonnt zwischen Melancholie und unbändigem Frohsinn, zwischen Grübelei und Tatendrang in diesem nicht wirklich ernstgemeinten Spiel um das ewige Thema Liebe. 100 absolut unterhaltsame Minuten als entschiedenes Statement für den Mut zum Neubeginn.
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      The Change

      Politthriller

      Regie: Jan Komasa 
      Land: USA 2025 
      Länge: 112 Min. 
      FSK: 12 Jahre 
      Darsteller*innen: Diane Lane, Kyle Chandler, Zoey Deutch, Mckenna Grace, Dylan O‘Brien, Daryl McCormack, Madeline Brewer, Phoebe Dynevor 

      In diesem Thriller erlebt eine amerikanische Familie den radikalen Verlust freiheitlicher gesellschaftlicher Werte. In naher Zukunft kommt eine populistische Bewegung, der auch der eigene Sohn angehört, an die Macht, überwacht alle und verfolgt Andersdenkende. Diane Lane und Kyle Chandler glänzen als Ehepaar mit liberalen Werten, das den Niedergang der eigenen Familie aufzuhalten versucht.
      Ellen (Diane Lane) und Paul (Kyle Chandler) feiern ihren 25. Hochzeitstag. Ihr Sohn Josh (Dylan O‘Brien), ein erfolgloser Schriftsteller, bringt seine neue Freundin Elizabeth (Phoebe Dynevor) mit, die wie er Autorin ist. Aber sie hat ein Sachbuch geschrieben. Eines über die Gesellschaft und wie sie sich ändern muss. Ellen wird klar, dass sie Elizabeth kennt. Sie war einst eine Studentin von ihr, fiel aber durch radikale, antidemokratische Schriften auf. Ellen macht sich Sorgen um ihren Sohn, der schon längst kein Interesse mehr daran hat, seine Sci-Fi-Trilogie zu schreiben. Aber das ist nur der Anfang, denn THE CHANGE, so das Buch von Elizabeth, verändert alles. Es verkauft sich millionenfach und führt eine politische Bewe-gung an die Macht, die nach und nach eine liberale Demokratie zu einem totalitären Regime umbaut. Alles verändert sich, und wer nicht für den Change ist, der ist gegen ihn …
      THE CHANGE ist eine dringliche Warnung zu immerwährender Aufmerksamkeit, weil Freiheit nicht geschenkt, sondern immer wieder aufs Neue erarbeitet und verteidigt werden muss.
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      Therapie für Wikinger

      Krimikomödie

      Regie: Thomas Anders Jensen
      Land: Dänemark 2025
      Länge: 116 Min.
      FSK: ab 16 Jahren
      Darst: Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Sofie Gråbøl

      Nach 15 Jahren im Knast wegen schweren Raubüberfalls wird Anker aus dem Gefängnis entlassen und möchte nun sofort die versteckte Beute bergen. Aber das Geld hatte er damals ausgerechnet von seinem Bruder Manfred in der Nähe ihres alten Elternhauses vergraben lassen und der hat nicht die Absicht, Anker zu verraten, wo genau die Scheine liegen. Er verbindet nur traurige Erinnerungen mit dem abseits gelegenen Waldhof. 
      Dafür gibt es einen schmerzlichen Grund: Manfred ist seit dem Tod seines gewalttätigen Vaters schwer traumatisiert. Im Zuge einer fortschreitenden dissoziativen Identitätsstörung glaubt er seit Neuestem der von ihm sehr verehrte und 1980 ermordete John Lennon zu sein, und will auch so angesprochen werden. Also, wie sollte der Musiker aus Liverpool das Versteck kennen? Anker allerdings hat für die Kapriolen seines jüngeren Bruders wenig Verständnis  – und noch weniger Zeit. Aber sie machen sich trotzdem gemeinsam auf den Weg. Kaum erreichen die Brüder das Grundstück, das mittlerweile einem zerstrittenen Paar gehört, gesellen sich noch weitere seltsame Figuren zum Ensemble: ‚John‘ und einige zwischendurch neu gewonnene Freunde wollen die Beatles wieder aufleben lassen. Bald wird eifrig geprobt, sogar ein kleines Tribut-Konzert ist geplant. 
      Das alles schafft sehr viele Möglichkeiten für mehr oder weniger geschmackvolle Witze über Psychiatrie, Traumata und ganz allgemein den Irrsinn. Aber genau dieses virtuose Spiel mit Überschreitung von Tabus macht ja schließlich die guten Komödien aus. 
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      Friedas Fall  

      Drama / Reihe: Zeitreisen                      „Silvis Locarno Highlight 2025“

      Regie: Maria Brendle
      Land: Schweiz 2024
      Länge: 107 Min.
      FSK: 12 Jahre
      Darsteller*innen: Julia Buchmann, Stefan Merki, Rachel Braunschweig, Max Simonischek

      Im Jahr 1904 steht der Fall der jungen Näherin Frieda Keller im Brennpunkt einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung über Recht und Gerechtigkeit. Staatsanwalt Walter Gmür und Verteidiger Arnold Janggen sehen sich nicht nur mit beruflichen, sondern auch persönlichen Herausforderungen konfrontiert, die ihre Auffassung von Moral und Gleichheit hinterfragen.
      Erna Gmür, die Ehefrau des Staatsanwalts, entdeckt in ihrer Zuneigung zu Frieda die Wahrheit über Ungerechtigkeiten, die Frauen zu ertragen haben. Gesine Janggen, die Frau des Verteidigers, setzt sich entschlossen für Friedas Rechte ein und drängt ihren Ehemann, für Gleichstellung vor Gericht zu kämpfen.
      Die öffentliche Aufmerksamkeit, verstärkt durch Proteste und grenzüberschreitende Berichterstattung, stellt das patriarchale Rechtssystem in Frage und bringt die Anwälte an den Rand ihrer Fähigkeiten. Inmitten dieses Tumults setzt sich ausgerechnet Staatsanwalt Gmür für Friedas Gnadengesuch ein. Enthüllt wird ein heuchlerisches System, das Männer schützt und Frauen für Taten verurteilt, für die sie nicht allein verantwortlich sind.
      Diese Geschichte hinterfragt die Rolle der Frau in der Gesellschaft sowie den Umgang mit Scham und Moralvorstellungen. FRIEDAS FALL ist nicht nur die wahre Erzählung eines tragischen Schicksals, sondern auch ein Spiegel gesellschaftlicher Debatten über Gleichstellung, die bis in die heutige Zeit fortwirkt.
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      Hamnet

      Drama

      Regie: Chloé Zhao
      Land: GB/USA 2025
      Länge: 125 Min./Überlänge 10,50 €
      FSK: ab 12 Jahren
      Darsteller*innen: Jessie Buckley, Paul Mescal, Jacobi Jupe, Emily Watson

      Wir schreiben das Jahr 1580. Im kleinen englischen Dorf Stratford-upon-Avon arbeitet William Shakespeare als Lateinlehrer. Er trifft dort auf die Heilerin Agnes. Im Dorf wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, sie sei eine Hexe. Aber das ist William egal. Die beiden stürzen sich Hals über Kopf in ein gemeinsames Leben und bekommen drei Kinder. 
      Aus der Perspektive der empfindsamen Agnes erlebt man, wie sie sich in den faszinierenden Barden verliebt und mit ihm, ihrer erstgeborenen Tochter und den Zwillingen Judith und Hamnet glückliche Jahre verbringt. Als jedoch Hamnet im Alter von nur elf Jahren an der Pest stirbt, droht ihre große Liebe unter dem Gewicht der übermächtigen Trauer zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare, der inzwischen von der Familie getrennt in London als Dramatiker seinen Weg macht, in tiefer Verzweiflung eines der großen Dramen der Theatergeschichte, den Hamlet, zu schreiben. Das Drehbuch basiert auf dem preisgekrönten Roman „Judith und Hamnet“ von Maggie O’Farrell aus dem Jahr 2020. So wird, anders als in „Shakespeare in Love“ und anderen Beispielen verfilmter Ursprungsgeschichten, die Handlung des Films nicht aus dem Stoff der allzu vertrauten Theater-Vorlage gestrickt, sondern erzählt eine davon komplett losgelöste eigenständige Geschichte. 
      Die chinesisch-US-amerikanische Regisseurin Chloé Zhao gewann 2020 mit „Nomadland“ als erste Woman of Color und zweite Frau jemals in der Kategorie beste Regie einen Oscar.

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      The Change

      Politthriller

      Regie: Jan Komasa
      Land: USA 2025
      Länge: 112 Min.
      FSK: 12 Jahre
      Darsteller*innen: Diane Lane, Kyle Chandler, Zoey Deutch, Mckenna Grace, Dylan O‘Brien, Daryl McCormack, Madeline Brewer, Phoebe Dynevor


      In diesem Thriller erlebt eine amerikanische Familie den radikalen Verlust freiheitlicher gesellschaftlicher Werte. In naher Zukunft kommt eine populistische Bewegung, der auch der eigene Sohn angehört, an die Macht, überwacht alle und verfolgt Andersdenkende. Diane Lane und Kyle Chandler glänzen als Ehepaar mit liberalen Werten, das den Niedergang der eigenen Familie aufzuhalten versucht. Ellen (Diane Lane) und Paul (Kyle Chandler) feiern ihren 25. Hochzeitstag. Ihr Sohn Josh (Dylan O‘Brien), ein erfolgloser Schriftsteller, bringt seine neue Freundin Elizabeth (Phoebe Dynevor) mit, die wie er Autorin ist. Aber sie hat ein Sachbuch geschrieben. Eines über die Gesellschaft und wie sie sich ändern muss. Ellen wird klar, dass sie Elizabeth kennt. Sie war einst eine Studentin von ihr, fiel aber durch radikale, antidemokratische Schriften auf. Ellen macht sich Sorgen um ihren Sohn, der schon längst kein Interesse mehr daran hat, seine Sci-Fi-Trilogie zu schreiben. Aber das ist nur der Anfang, denn THE CHANGE, so das Buch von Elizabeth, verändert alles. Es verkauft sich millionenfach und führt eine politische Bewe-gung an die Macht, die nach und nach eine liberale Demokratie zu einem totalitären Regime umbaut. Alles verändert sich, und wer nicht für den Change ist, der ist gegen ihn …THE CHANGE ist eine dringliche Warnung zu immerwährender Aufmerksamkeit, weil Freiheit nicht geschenkt, sondern immer wieder aufs Neue erarbeitet und verteidigt werden muss.

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      Dann passiert das Leben

      Tragikomödie

      Regie: Neele Leana Vollmar
      Land: Deutschland 2025
      Länge: 120 Min. / Überlänge 9,50 €
      FSK: 6 Jahre
      Darsteller*innen: Anke Engelke, Ulrich Tukur

      Hans, ein Schuldirektor, der kurz vor der Pensionierung steht, und seine Frau Rita, eine ambulante Pflegekraft in Teilzeit, gehen im Alltag eher getrennte Wege. Der gemeinsame Sohn ist längst aus dem Haus, und das häusliche Miteinander folgt einer eingespielten Routine. Doch wie aus dem Nichts reißen plötzlich alte Wunden auf. Auf einmal fällt den beiden auf, wie wenig sie über das Leben ihres Sohnes wissen. Auf ein-mal ist nicht mehr klar, ob sie zwei Einzelne oder ein Paar sind. Doch dann passiert das Leben… Bei starkem Regen auf nächtlicher Straße kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Die beiden distanzieren sich noch mehr voneinander. Hans denkt sich, es muss irgendwie weitergehen. Er will funktionieren. Rita ist ganz anders. Sie weiß nicht mehr weiter, die Schuldgefühle bringen sie fast um. Doch letztendlich wird die Katastrophe zum Befreiungsschlag. Die Momente des Mitgefühls, der Trauer und Scham schaffen nach und nach eine neue Verbundenheit. Regisseurin Neele Leana Vollmar inszeniert ihr schweres Thema mit erstaunlich leichter Hand. So kommt, was zum schwermütigen Melodram hätte werden können mit poetischem Charme, viel Gefühl und reichlich Humor daher. Mit Anke Engelke und Ulrich Tukur ist das Paar am Rande des Nervenzusammenbruchs perfekt besetzt. Ein schmerzhaft intensiver und entlarvender Film, der bis zum Ende Überraschungen bereithält.

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