Unser Kinoprogramm
Ein neuer Freund für Tommy Tom
Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße
Und dann passiert das Leben
Ai Weiweis‘ Turandot
Zwischen Probenaufführungen, Gesprächsrunden mit Dirigenten, Sängerinnen und Designern, sowie Arbeitsaufenthalten in Ateliers entfaltet sich Ai Weiweis Dialog mit Turandot als Allegorie für Gier, Totenkult und kollektive Traumen der Gegenwart. Der Künstler stellt Fragen nach Macht, Überwachung und Widerstand, ohne die emotionale Wucht der Oper zu kompromittieren. Gleichzeitig eröffnet der Film Einblicke in Ai Weiweis eigene Werke, in denen er Public Art, soziale Gerechtigkeit und kreative Provokation in eine globale Diskussion über Verantwortung transformiert. Visuell besticht der Film durch eine Mischung aus Probenbildern, Intimität hinter der Kulisse und spektakulären Bühnenaufnahmen, die die Grenze zwischen Theater und Leben verwischen. Die Kamera begleitet Ai Weiwei mit ruhiger Präzision, nutzt Nahaufnahmen, um Motivationen sichtbar zu machen, und setzt dennoch auf metaphorische Bilder, die die Schwere des Themenkanons verstärken. So entsteht eine vielschichtige Erzählung über Kunst als Ort des Widerstands und der Versöhnung zugleich.
Ein Leben ohne Liebe ist möglich, aber sinnlos
The Change
Ellen (Diane Lane) und Paul (Kyle Chandler) feiern ihren 25. Hochzeitstag. Ihr Sohn Josh (Dylan O‘Brien), ein erfolgloser Schriftsteller, bringt seine neue Freundin Elizabeth (Phoebe Dynevor) mit, die wie er Autorin ist. Aber sie hat ein Sachbuch geschrieben. Eines über die Gesellschaft und wie sie sich ändern muss. Ellen wird klar, dass sie Elizabeth kennt. Sie war einst eine Studentin von ihr, fiel aber durch radikale, antidemokratische Schriften auf. Ellen macht sich Sorgen um ihren Sohn, der schon längst kein Interesse mehr daran hat, seine Sci-Fi-Trilogie zu schreiben. Aber das ist nur der Anfang, denn THE CHANGE, so das Buch von Elizabeth, verändert alles. Es verkauft sich millionenfach und führt eine politische Bewe-gung an die Macht, die nach und nach eine liberale Demokratie zu einem totalitären Regime umbaut. Alles verändert sich, und wer nicht für den Change ist, der ist gegen ihn …
THE CHANGE ist eine dringliche Warnung zu immerwährender Aufmerksamkeit, weil Freiheit nicht geschenkt, sondern immer wieder aufs Neue erarbeitet und verteidigt werden muss.
Therapie für Wikinger
Friedas Fall
Hamnet
Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite.
The Change
Politthriller
Regie: Jan Komasa
Land: USA 2025
Länge: 112 Min.
FSK: 12 Jahre
Darsteller*innen: Diane Lane, Kyle Chandler, Zoey Deutch, Mckenna Grace, Dylan O‘Brien, Daryl McCormack, Madeline Brewer, Phoebe Dynevor
In diesem Thriller erlebt eine amerikanische Familie den radikalen Verlust freiheitlicher gesellschaftlicher Werte. In naher Zukunft kommt eine populistische Bewegung, der auch der eigene Sohn angehört, an die Macht, überwacht alle und verfolgt Andersdenkende. Diane Lane und Kyle Chandler glänzen als Ehepaar mit liberalen Werten, das den Niedergang der eigenen Familie aufzuhalten versucht. Ellen (Diane Lane) und Paul (Kyle Chandler) feiern ihren 25. Hochzeitstag. Ihr Sohn Josh (Dylan O‘Brien), ein erfolgloser Schriftsteller, bringt seine neue Freundin Elizabeth (Phoebe Dynevor) mit, die wie er Autorin ist. Aber sie hat ein Sachbuch geschrieben. Eines über die Gesellschaft und wie sie sich ändern muss. Ellen wird klar, dass sie Elizabeth kennt. Sie war einst eine Studentin von ihr, fiel aber durch radikale, antidemokratische Schriften auf. Ellen macht sich Sorgen um ihren Sohn, der schon längst kein Interesse mehr daran hat, seine Sci-Fi-Trilogie zu schreiben. Aber das ist nur der Anfang, denn THE CHANGE, so das Buch von Elizabeth, verändert alles. Es verkauft sich millionenfach und führt eine politische Bewe-gung an die Macht, die nach und nach eine liberale Demokratie zu einem totalitären Regime umbaut. Alles verändert sich, und wer nicht für den Change ist, der ist gegen ihn …THE CHANGE ist eine dringliche Warnung zu immerwährender Aufmerksamkeit, weil Freiheit nicht geschenkt, sondern immer wieder aufs Neue erarbeitet und verteidigt werden muss.
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Dann passiert das Leben
Tragikomödie
Regie: Neele Leana Vollmar
Land: Deutschland 2025
Länge: 120 Min. / Überlänge 9,50 €
FSK: 6 Jahre
Darsteller*innen: Anke Engelke, Ulrich Tukur
Hans, ein Schuldirektor, der kurz vor der Pensionierung steht, und seine Frau Rita, eine ambulante Pflegekraft in Teilzeit, gehen im Alltag eher getrennte Wege. Der gemeinsame Sohn ist längst aus dem Haus, und das häusliche Miteinander folgt einer eingespielten Routine. Doch wie aus dem Nichts reißen plötzlich alte Wunden auf. Auf einmal fällt den beiden auf, wie wenig sie über das Leben ihres Sohnes wissen. Auf ein-mal ist nicht mehr klar, ob sie zwei Einzelne oder ein Paar sind. Doch dann passiert das Leben… Bei starkem Regen auf nächtlicher Straße kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Die beiden distanzieren sich noch mehr voneinander. Hans denkt sich, es muss irgendwie weitergehen. Er will funktionieren. Rita ist ganz anders. Sie weiß nicht mehr weiter, die Schuldgefühle bringen sie fast um. Doch letztendlich wird die Katastrophe zum Befreiungsschlag. Die Momente des Mitgefühls, der Trauer und Scham schaffen nach und nach eine neue Verbundenheit. Regisseurin Neele Leana Vollmar inszeniert ihr schweres Thema mit erstaunlich leichter Hand. So kommt, was zum schwermütigen Melodram hätte werden können mit poetischem Charme, viel Gefühl und reichlich Humor daher. Mit Anke Engelke und Ulrich Tukur ist das Paar am Rande des Nervenzusammenbruchs perfekt besetzt. Ein schmerzhaft intensiver und entlarvender Film, der bis zum Ende Überraschungen bereithält.
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