Unser Kinoprogramm

Ein neuer Freund für Tommy Tom

MitmachKino / Kinderfilm für unsere jüngsten Gäste

Regie: Joost Van Den Bosch, Erik Verkerk
Land: Niederlande
Länge: 60 Min
FSK: ab 0 Jahren, empfohlen ab 4 Jahren

Der neugierige Kater Tommy Tom erlebt mit seinen Freunden ein winterliches Abenteuer. Die Freunde sehen in diesem Winter zum allerersten Mal in ihrem Leben Schnee. 
Auch in unmittelbarer Nachbarschaft der Katzen tun sich ungewöhnliche Dinge. Denn dort lebt nun der Hund Blaf. Der ist nicht nur ziemlich groß, sondern auch ziemlich laut. Und wenn die beiden Katzen eine Sache nicht mögen, dann ist es das ständige Gebelle, sie sind aber auch neugierig. Dabei lernen sie, dass Unbekanntes auch freundlich und bereichernd sein kann. 
Die ruhige und verständliche Erzählweise dieses liebevoll ausgeführten Animationsfilms eignet sich perfekt für den ersten Kinobesuch, eine klare Bildführung und kurze Mitmach-Momente erleichtern den Zugang.

Klatschen, singen und hüpfen sind erlaubt.


Sondervorstellungen für Gruppen, Kindergärten und Grundschule sind im Februar und März zu vergünstigten Eintrittspreisen möglich.
Sprechen Sie uns  gerne an.
Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum  downloaden, am Anfang der Seite.

Woodwalkers2

Fantasy / Familienfilm
in Kooperation mit dem JuCa Kirchberg

Regie: Sven Unterwaldt 
Land: Deutschland 2025
Länge: 102 Min.
FSK: ab 6 Jahren
Darst: Emile Chérif, Lilli Falk, Johan von Ehrlich, Sophie Lelenta

Im Mittelpunkt steht erneut Carag, der zwischen zwei Leben steht. Als Mensch und Puma muss er seinen Platz in einer Welt finden, die ihm beide Rollen abverlangt. An der geheimen Clearwater High beginnt für ihn und seine Freunde Brandon, Holly und Lou ein neues Schuljahr. Doch die erhoffte Ruhe stellt sich nicht ein. 
Das Naturschutzgebiet rund um die Schule gerät in Gefahr, als Carags früherer Mentor Andrew Milling den Wald verkaufen will. Für die Woodwalker steht damit nicht weniger als ihr Zuhause auf dem Spiel. Die Situation gewinnt noch an Schärfe, als Milling Carag mit einem verlockenden Angebot konfrontiert. Die Aussicht, seine wahre Puma-Familie kennenzulernen, bringt den jungen Gestaltwandler in ein moralisches Dilemma. Während die Bedrohung für die Natur wächst, geraten Freundschaften unter Druck und Loyalitäten werden auf eine harte Probe gestellt. Spannung, emotionale Konflikte und überraschende Wendungen treiben die Geschichte unaufhaltsam voran. 
Neben den jungen Hauptdarsteller*innen verstärken bekannte Namen wie Oliver Masucci, Martina Gedeck, Hannah Herzsprung, Tom Schilling und Moritz Bleibtreu den Cast. „Woodwalkers2“ verbindet spektakuläre Verwandlungen mit ernsten Themen wie Identität, Verantwortung und dem Schutz der Natur und richtet sich damit nicht nur an junge Fantasy-Fans, sondern auch an Erwachsene.
Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite 

Extrawurst

Komödie/Gesellschaftssatire
Ersatzfilm für "Friedas Fall"

Regie: Marcus H. Rosenmüller 
Land: Deutschland 2026
Länge: 98 Min.
FSK: ab12 Jahren
Darsteller*innen: Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Anja Knauer, Fahri Yardım

Im Tennisverein Lengenheide herrscht das Motto „Im Frieden und im Krieg behält die Einigkeit den Sieg“. Damit konnte der langjährige Präsident stets störungsfrei durchregieren. Doch nun meldet sich während einer Vereinssitzung eine Stimme mit einer revolutionären Idee zu Wort. Provinz-Starspielerin Melanie schlägt vor, für Erol, das einzige muslimische Mitglied, zum anstehenden Sommerfest einen separaten Grill anzuschaffen, auf dem keine Schweinswürste zu liegen kommen sollen. 
In ihrem gut gemeinten Eifer entgeht ihr völlig, dass Erol darauf gar keinen Wert legt. Die Debatte entgleist schnell und um Würstchen geht es schon bald nicht mehr. Zwischendurch droht gar das Ende des traditionsreichen Vereins. Der Film basiert auf einem erfolgreichen Theaterstück und ist keine Wohlfühlkomödie. Politisch korrekt ist man keine Sekunde, hier kriegen alle ihr Fett weg: Deutsche, Türken, Vegetarier, Machos und Prinzipienreiter. Niemand bleibt verschont und genau deshalb funktioniert er als Komödie so gut. Die gesellschaftliche Satire ist messerscharf und bewusst überspitzt, aber niemals bierernst. Es geht nie wirklich um den Grill, sondern um Befindlichkeiten, Angst vor Veränderung, falsch verstandene Rücksichtnahme und eine zutiefst menschliche Kernkompetenz, einen Streit so lange zu eskalieren, bis keiner mehr weiß, worum es anfangs eigentlich ging. Die hochprominente Darsteller-Riege liefert hier ein wahres Dialog-Feuerwerk ab, das sich so rasant beschleunigt, dass sich das erschöpfte Publikum – so wie auch der Rest der Tennisgemeinde – irgendwann einfach nur ein Ende herbeiwünscht, fast egal mit welchem Ausgang. 
Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite

    Winter in Sokcho

    Literaturverfilmung

    Regie: Koya Kamura
    Land: Frankreich 2024
    Länge: 105 Min.
    FSK: ab 12 Jahren
    Darst: Balla Kim, Roschdy Zem, Mi-Hyeon Park
    OmU

    Normalerweise hat Soo-Ha im Winter nicht viel zu tun, da sich kaum jemand in die süd-koreanische Küstenstadt Sokcho verirrt. Doch dieses Mal ist es anders: Der französi-sche Comic-Künstler Yan Kerrand checkt in dem Hotel ein, in dem sie arbeitet. Gewis-senhaft nimmt sie sich seiner an. Dabei verschwimmt bald die Grenze zwischen Pflicht-bewusstsein und Emotion, reißt er doch unwissentlich eine alte Wunde auf. 
    Die 23-Jährige, die nach dem Studium in Seoul in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist, hat ihren Vater nie kennengelernt. Er sei nach Frankreich zurückgekehrt, angeblich ohne zu wissen, dass sie schwanger war – mehr erzählt die Mutter nicht über ihn. Weil Soo-Ha die einzige ist, die Französisch spricht, soll sie sich um den neuen Gast, der ein Zimmer für einen längeren Aufenthalt haben will, kümmern. Natürlich weckt der spröde Franzose ihre nie gestillte Sehn-sucht nach dem unbekannten Vater. Aber wenn sie ihn heimlich vom Nebenzimmer aus beo-bachtet, scheint sie mit den Augen auch körperlich-sinnliche Nähe zu suchen. Der Künstler ist ein Mysterium für sie.In seinem Spielfilmdebüt behandelt der französisch-japanische Regisseur Koya Kamura das ihm vertraute Problem, als ein Mensch multikultureller Herkunft eine indivi-duelle Identität zu finden. Als Vorlage diente ihm der gleichnamige Roman der französisch-koreanischen Schriftstellerin Elisa Shua Dusapin. Das Drama wirkt verhalten und fesselt zu-gleich. Man möchte wie Soo-Ha mehr erfahren über den mysteriösen Gast…
     
    Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite

    Ein Tag ohne Frauen

     Doku zum Internationalen Frauentag am 8.März

    Regie: Pamela Hogan
    Land: Island, USA 2024
    Länge: 71 Min.
    FSK: o. Al.
    OmU

    Ein Tag ohne Frauen thematisiert den großen Frauenstreik vom 24. Oktober 1975, bei dem 90 Prozent aller isländischen Frauen ihre berufliche und private Arbeit niederlegten und für Gleichberechtigung demonstrierten. 50 Jahre nach dem historischen Ereignis erzählen die Zeitzeuginnen die Geschehnisse aus ihrer persönlichen Perspektive. Ergänzt werden die Stellungnahmen durch Trickfilmsequenzen und durch Dokumentarmaterial aus den 70er Jahren.
     Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“. Zum ersten Mal von den Frauen selbst erzählt und mit spielerischen Animationen versehen, ist EIN TAG OHNE FRAUEN subversiv und unerwartet lustig. „Wir liebten unsere chauvinistischen Schweine“, erinnert sich eine der Aktivistinnen, “wir wollten sie nur ein wenig verändern!“ Der Film erschien pünktlich zum 50. Jahrestag des Streiks am 24.10.2025 und regt mit seiner Botschaft über die kollektive Kraft der Frauen ihre Gesellschaft zu verändern dazu an, das Mögliche neu zu denken.

    Am Sonntag 08. März bieten wir ab 18:00 Uhr ein Suppenbüffet an und servieren einen Begrüßungscocktail für jede Kinobesucherin

    Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite.

      Hamnet

      Drama

      Regie: Chloé Zhao
      Land: GB/USA 2025
      Länge: 125 Min./Überlänge 10,50 €
      FSK: ab 12 Jahren
      Darsteller*innen: Jessie Buckley, Paul Mescal, Jacobi Jupe, Emily Watson

      Wir schreiben das Jahr 1580. Im kleinen englischen Dorf Stratford-upon-Avon arbeitet William Shakespeare als Lateinlehrer. Er trifft dort auf die Heilerin Agnes. Im Dorf wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt, sie sei eine Hexe. Aber das ist William egal. Die beiden stürzen sich Hals über Kopf in ein gemeinsames Leben und bekommen drei Kinder. 
      Aus der Perspektive der empfindsamen Agnes erlebt man, wie sie sich in den faszinierenden Barden verliebt und mit ihm, ihrer erstgeborenen Tochter und den Zwillingen Judith und Hamnet glückliche Jahre verbringt. Als jedoch Hamnet im Alter von nur elf Jahren an der Pest stirbt, droht ihre große Liebe unter dem Gewicht der übermächtigen Trauer zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare, der inzwischen von der Familie getrennt in London als Dramatiker seinen Weg macht, in tiefer Verzweiflung eines der großen Dramen der Theatergeschichte, den Hamlet, zu schreiben. Das Drehbuch basiert auf dem preisgekrönten Roman „Judith und Hamnet“ von Maggie O’Farrell aus dem Jahr 2020. So wird, anders als in „Shakespeare in Love“ und anderen Beispielen verfilmter Ursprungsgeschichten, die Handlung des Films nicht aus dem Stoff der allzu vertrauten Theater-Vorlage gestrickt, sondern erzählt eine davon komplett losgelöste eigenständige Geschichte. 
      Die chinesisch-US-amerikanische Regisseurin Chloé Zhao gewann 2020 mit „Nomadland“ als erste Woman of Color und zweite Frau jemals in der Kategorie beste Regie einen Oscar.
      Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite

      Therapie für Wikinger

      Krimikomödie

      Regie: Thomas Anders Jensen
      Land: Dänemark 2025
      Länge: 116 Min.
      FSK: ab 16 Jahren
      Darsteller*innen: Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Sofie Gråbøl

      Nach 15 Jahren im Knast wegen schweren Raubüberfalls wird Anker aus dem Gefängnis entlassen und möchte nun sofort die versteckte Beute bergen. Aber das Geld hatte er damals ausgerechnet von seinem Bruder Manfred in der Nähe ihres alten Elternhauses vergraben lassen und der hat nicht die Absicht, Anker zu verraten, wo genau die Scheine liegen. Er verbindet nur traurige Erinnerungen mit dem abseits gelegenen Waldhof. 
      Dafür gibt es einen schmerzlichen Grund: Manfred ist seit dem Tod seines gewalttätigen Vaters schwer traumatisiert. Im Zuge einer fortschreitenden dissoziativen Identitätsstörung glaubt er seit Neuestem der von ihm sehr verehrte und 1980 ermordete John Lennon zu sein, und will auch so angesprochen werden. Also, wie sollte der Musiker aus Liverpool das Versteck kennen? Anker allerdings hat für die Kapriolen seines jüngeren Bruders wenig Verständnis  – und noch weniger Zeit. Aber sie machen sich trotzdem gemeinsam auf den Weg. Kaum erreichen die Brüder das Grundstück, das mittlerweile einem zerstrittenen Paar gehört, gesellen sich noch weitere seltsame Figuren zum Ensemble: ‚John‘ und einige zwischendurch neu gewonnene Freunde wollen die Beatles wieder aufleben lassen. Bald wird eifrig geprobt, sogar ein kleines Tribut-Konzert ist geplant. 
      Das alles schafft sehr viele Möglichkeiten für mehr oder weniger geschmackvolle Witze über Psychiatrie, Traumata und ganz allgemein den Irrsinn. Aber genau dieses virtuose Spiel mit Überschreitung von Tabus macht ja schließlich die guten Komödien aus. 
      Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite

      Das fast normale Leben  

      Doku mit Filmgespräch am 21. März

      Regie: Stefan Sick 
      Land: Deutschland 2025
      Länge: 135 Min. / Überlänge 10,50 € 
      FSK: ab 12 Jahren

      DAS FAST NORMALE LEBEN beobachtet den Alltag von vier Mädchen in einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort. 
      Getrennt von ihren Eltern ringen sie um Anerkennung, Selbstliebe, Selbstbestimmung und Geborgenheit. Stets mit dem sehnlichen Wunsch, irgendwann wieder nach Hause zu kommen. 
      Im Zentrum stehen vier Mädchen: Leni, Eleyna, Lena und Lisann. Der Film beobachtet konsequent, aber mit viel Sensibilität und gelegentlich auch mit augenzwinkerndem Humor den Alltag der Mädchen, ihre Ausbrüche und ihre kleinen Fortschritte, aber auch die Probleme im Zusammenleben mit Betreuerinnen, Eltern und Institutionen. Der Regisseur Stefan Sick lässt sich viel Zeit, um ein genaues Bild der Situation und der Entwicklung zu liefern. Über mehr als zwei Jahre hat er die Mädchen begleitet und über mehr als zwei Stunden zeigt er sie als Persönlichkeiten im Zustand permanenter Selbstbehauptung und auf der Suche nach sich selbst: mal großspurig, mal verletzlich, mal unberechenbar – oft alles auf einmal. Der Film ist anspruchsvoll in seiner Forderung an das Publikum, das Fehlen von Erklärungen hinzunehmen und die Gesamtsituation auszuhalten, die manchmal schwer erträglich ist. Die Jugendhilfe erscheint weder als Heilsversprechen noch als Problemverwaltung, sondern als Beziehungspraxis unter Druck. Die Erzieherinnen, die mit den Mädchen arbeiten, legen eine schier unerschöpfliche Geduld an den Tag, um ihren Schützlingen Halt zu geben. Der Film verweigert einfache Lösungen und nimmt seine Protagonistinnen ernst, ohne sie zu glätten oder zu exponieren. So wird der Film zu einem respektvollen Plädoyer für Geduld in der Beziehung zu anderen, zu sich selbst und zur optimistischen Möglichkeit von Veränderungen.

      Zum Filmgespräch am Samstag 21.03. freuen wir uns den Regisseur Stefan Sick, sowie eine Mitarbeiterin des „Friedenshort“ begrüßen zu dürfen.
      Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite

      Silent Friend

      Drama

      Regie: Ildiko Enyedi
      Land: Deutschland /Frankreich/Ungarn 2025
      Länge: 145 Min. / Überlänge 10,50 €
      FSK: ab 6 Jahren
      Darsteller*innen: Tony Leung Chiu-wai, Lea Seydoux, Luna Wedler, Martin Wuttke, Enzo Brumm, Marlene Burow

      Der stille Freund ist ein majestätischer Gingko im Herzen des botanischen Gartens der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg. Seit über hundert Jahren ist er stiller – aber nicht stummer - Zeuge unzähliger Menschenleben, von denen die Regisseurin Ildiko Enyedi drei auswählt, die sich in unterschiedlichen Epochen zutragen.
      2020 beginnt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong (Tony Leung Chiu-wai), der sich mit der Psyche von Babys beschäftigt, ein unerwartetes Experiment mit dem alten Baum. 1972 wird ein junger Student (Enzo Brumm) durch die einfache Handlung des Beobachtens und der Ver-bindung mit einer Geranie tiefgreifend verändert. 1908 entdeckt die erste Studentin (Luna Wedler) der Universität durch die Linse der Fotografie heilige Muster des Universums, die in den bescheidensten Pflanzen verborgen sind. Wir verfolgen ihre unbeholfenen Versuche, eine Verbindung herzustellen – jeder von ihnen tief in seiner eigenen Gegenwart verwurzelt –während sie durch die stille, beständige und geheimnisvolle Kraft der Natur verwandelt wer-den. Der uralte Ginkgobaum bringt uns näher an das, was es bedeutet, Mensch zu sein – an unsere Sehnsucht nach Zugehörigkeit.

      Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite.

      Ein Tag ohne Frauen

      Doku zum Internationalen Frauentag


      Regie: Pamela Hogan
      Land: Island, USA 2024
      Länge: 71 Min.
      FSK: o. Al.
      OmU


      Ein Tag ohne Frauen thematisiert den großen Frauenstreik vom 24. Oktober 1975, bei dem 90 Prozent aller isländischen Frauen ihre berufliche und private Arbeit niederlegten und für Gleichberechtigung demonstrierten. 50 Jahre nach dem historischen Ereignis erzählen die Zeitzeuginnen die Geschehnisse aus ihrer persönlichen Perspektive. Ergänzt werden die Stellungnahmen durch Trickfilmsequenzen und durch Dokumentarmaterial aus den 70er Jahren.
      Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“. Zum ersten Mal von den Frauen selbst erzählt und mit spielerischen Animationen versehen, ist EIN TAG OHNE FRAUEN subversiv und unerwartet lustig. „Wir liebten unsere chauvinistischen Schweine“, erinnert sich eine der Aktivistinnen, “wir wollten sie nur ein wenig verändern!“ Der Film erschien pünktlich zum 50. Jahrestag des Streiks am 24.10.2025 und regt mit seiner Botschaft über die kollektive Kraft der Frauen ihre Gesellschaft zu verändern dazu an, das Mögliche neu zu denken.


      Am Sonntag 08. März bieten wir ab 18:00 Uhr ein Suppenbüffet an und servieren einen Begrüßungscocktail für jede Kinobesucherin


      Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite

      Die progressiven Nostalgiker

      Komödie / Reihe Zeitreisen


      Regie: Vinciane Millereau
      Land: Frankreich, Belgien 2025
      Länge: 103 Min.
      FSK: ab 6 Jahren
      Darsteller*innen: Elsa Zylberstein, Didier Bourdon, Mathilde Le Borgne


      In DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER ist Freiheit stets nur einen Flügelschlag von der Vergangenheit entfernt. Regisseurin Vinciane Millereau trifft mit rotzfrechem Humor, präzisem Sarkasmus und pointierter Situationskomik den Nerv der Zeit. Der Film nimmt die Heilsversprechen der Gegenwart bissig aufs Korn und erzählt zugleich von der wunderbaren Relativität der Geschichte.
      Ein Familienidyll im Frankreich der 1950er: Michel (Didier Bourdon), durchschnittlicher Bankangestellter und Ernährer, und seine Frau Hélène (Elsa Zylberstein) leben ein scheinbar perfektes patriarchales Glück. Ein Kurzschluss der neuen Waschmaschine katapultiert sie jedoch ins Jahr 2025 – und stellt alles auf den Kopf. Die Rollen sind vertauscht: Hélène findet sich überraschend souverän als karrierebewusste Powerfrau zurecht, während Michel als Hausmann im Smart Home scheitert. Statt Autorität braucht er nun Empowerment, während Hélène die Freiheit der Emanzipation genießt. Doch die moderne Welt hat ihre Tücken: ein störrischer Sprachassistent, Möbel zum Selbstaufbau, Hundekot auf Gehwegen und eine Tochter, die ihre Freundin heiraten will. Für Michel ist das Maß voll. Er will zurück in die „gute alte Zeit“ – wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine zur Zeitreise programmiert.

      Die Spieltermine finden Sie in der Übersicht zum downloaden, am Anfang der Seite